Beschreibung

Die Miniskulptur folgt der klassischen Formsprache Kolodkos: Die aus Bronze gegossene Figur stellt den Fürsten mit einem charakteristischen, dichten, geschwungenen Kuruzen-Schnurrbart, mit Umhang und einer federgeschmückten Mütze dar. Die kleine Gestalt thront direkt auf der Spitze eines monumentalen, naturbelassenen Felsblocks unmittelbar über dem Auslauf der Quelle. Der Gesichtsausdruck der Bronzefigur ist zugleich stolz, würdevoll und subtil ironisch.

Geschichte

Die Miniskulptur wurde im Jahr 2020 erstmals an der seit Jahrhunderten so benannten Rákóczi-Quelle (Rákóczi-Quelle / Rákóczibrunnen) in einem Waldgebiet nahe Landshut aufgestellt. Nachdem ein unbekannter Täter die Statue kurzerhand entwendet hatte, fertigte Mihály Kolodko das Werk mit Unterstützung des Ungarischen Generalkonsulats in München neu an. Ausgestattet mit einer verstärkten und weitaus sichereren Verankerung wurde der neue „Mini-Rákóczi“ mit keckem Schnurrbart im Mai 2021 wieder auf den Steinsockel der Quelle zurückgebracht.

Wissenswertes

  • • Das Rákóczi-Rätsel: Obwohl die Einheimischen die Quelle und den vorbeiführenden Weg (Rákócziweg) seit Jahrhunderten nach dem Fürsten benennen, deuten historische Forschungen darauf hin, dass der regierende Fürst selbst diesen genauen Ort höchstwahrscheinlich nie persönlich besucht hat. Die Namensgebung wurde vermutlich durch die bayerische diplomatische Korrespondenz der Familie Rákóczi inspiriert.
  • • Die Überlebenskünstler-Statue: Dies ist eine der wenigen Kolodko-Statuen im Ausland, die nach einem erfolgreichen Diebstahl auf Druck von Fans und Diplomaten vom Künstler vollständig reproduziert und wieder aufgestellt wurde.
  • • Kecke Pose: Die Figur des Fürsten steht nicht starr, sondern sitzt locker, stolz und ausgesprochen schneidig auf dem Rand des Felsblocks, der die Quelle speist.